
AKTE 198
Band 4 · Kapitel 2 · Die ersten Werkzeugmacher
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Der Faustkeil
Was ist das?: Ein von beiden Seiten sorgfältig bearbeiteter Stein in Tropfen- oder Mandelform
Geräusche aus der Urzeit hat niemand aufgenommen. Hör dir an, wie der Wind um die Lagerplätze der Menschen gerauscht haben könnte.
Steckbrief
Die wichtigsten Fakten
- Was ist das?Ein von beiden Seiten sorgfältig bearbeiteter Stein in Tropfen- oder Mandelform
- Erfunden vonHomo erectus, später auch Homo heidelbergensis und Neandertaler
- Seit wann?Seit etwa 1,76 Millionen Jahren
- MaterialFeuerstein, Quarzit, Lava und andere harte Steine
- Wofür?Zum Schneiden, Schaben, Hacken und Graben, ein echtes Allzweckwerkzeug
- BesonderheitenDer Faustkeil wurde über eine Million Jahre lang benutzt, länger als jedes andere Werkzeug der Geschichte.
- Und heute?Er gilt als „Schweizer Taschenmesser“ der Steinzeit
Wissenschaftlicher Hintergrund
- Entdeckt / beschrieben von
- Jacques Boucher de Perthes (erkannte sie als Werk des Menschen)
- Jahr
- 1830er und 1840er Jahre
- Fundort
- Älteste Funde: Kokiselei am Turkana-See (Kenia); später in Afrika, Europa und Asien
Lange hielt man Faustkeile für „Donnerkeile“, die bei Gewittern vom Himmel fallen. Erst im 19. Jahrhundert setzte sich durch, dass Menschen sie gemacht hatten, lange vor jeder geschriebenen Geschichte.
Akten-Quiz: Hast du gut aufgepasst?
Drei Fragen zu dieser Akte. Die Antworten stehen im Steckbrief und im Hintergrund.
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