
AKTE 214
Band 4 · Kapitel 4 · Viele Menschen zur gleichen Zeit
Fund-AkteDeutscher Fund
Der Schädel von Steinheim
Was ist das?: Ein fast vollständiger Schädel ohne Unterkiefer
Geräusche aus der Urzeit hat niemand aufgenommen. Hör dir an, wie der Wind am Fundort damals gerauscht haben könnte.
Steckbrief
Die wichtigsten Fakten
- Was ist das?Ein fast vollständiger Schädel ohne Unterkiefer
- Wer war es?Ein früher Mensch aus der Verwandtschaft der Neandertaler, vermutlich eine junge Frau
- Wie alt?Etwa 300.000 bis 350.000 Jahre
- ErhaltenHirnschädel und Gesicht, etwas zusammengedrückt
- Was es verrätWie frühe Verwandte der Neandertaler in Europa aussahen
- BesonderheitenEr zeigt eine Mischung aus alten und neuen Merkmalen: kräftige Augenbrauenwülste, aber schon ein recht großes Gehirn.
- Zu sehen inStaatliches Museum für Naturkunde Stuttgart; Abguss im Urmensch-Museum Steinheim
Wissenschaftlicher Hintergrund
- Entdeckt / beschrieben von
- Karl Sigrist (Fund), Fritz Berckhemer (Bergung)
- Jahr
- 1933
- Fundort
- Kiesgrube Sigrist in Steinheim an der Murr (Baden-Württemberg)
Der Besitzer der Kiesgrube hatte versprochen, Funde sofort zu melden. Im Juli 1933 entdeckte sein Sohn Karl den Schädel in der Grubenwand. Aus derselben Gegend stammen auch berühmte Skelette von Steppenmammuts.
Akten-Quiz: Hast du gut aufgepasst?
Drei Fragen zu dieser Akte. Die Antworten stehen im Steckbrief und im Hintergrund.
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