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Illustration: Der Birkenpech-Kleber.
AKTE 217
Band 4 · Kapitel 4 · Viele Menschen zur gleichen Zeit
Erfindungs-AkteDeutscher Fund

Der Birkenpech-Kleber

Was ist das?: Ein schwarzer, zäher Klebstoff aus Birkenrinde

Geräusche aus der Urzeit hat niemand aufgenommen. Hör dir an, wie der Wind um die Lagerplätze der Menschen gerauscht haben könnte.

Steckbrief

Die wichtigsten Fakten

  • Was ist das?Ein schwarzer, zäher Klebstoff aus Birkenrinde
  • Erfunden vonNeandertaler
  • Seit wann?Seit mindestens 200.000 Jahren (Italien); in Deutschland über 40.000 Jahre alt
  • MaterialBirkenrinde, die ohne viel Luft erhitzt wird
  • Wofür?Zum Festkleben von Steinspitzen und Klingen an Holzgriffen
  • BesonderheitenFür Birkenpech braucht man Planung und Geduld: Die Rinde muss heiß werden, darf aber nicht verbrennen.
  • Und heute?Ötzi benutzte noch Zehntausende Jahre später Birkenpech für seine Pfeile
Wann und wo war das?Reise mit der Zeitmaschine zu Akte 217 und sieh, wie die Erde damals aussah und wer noch zur gleichen Zeit lebte.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Entdeckt / beschrieben von
Archäologen bei Grabungen im Tagebau Königsaue
Jahr
1963–1964 (Grabungen)
Fundort
Königsaue bei Aschersleben (Sachsen-Anhalt); Campitello (Italien)

In Königsaue fand man zwei Stücke Birkenpech, in denen sogar ein Fingerabdruck und der Abdruck einer Steinklinge erhalten sind. Lange glaubte man, Neandertaler hätten so etwas Kompliziertes nicht gekonnt.

Akten-Quiz: Hast du gut aufgepasst?

Drei Fragen zu dieser Akte. Die Antworten stehen im Steckbrief und im Hintergrund.

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